Goldakupunktur
Die Goldakupunktur bei Hund und Katze
Erstmal aus dem echten Leben geplaudert: Lumpis Goldakupunktur. Unser Praxishund Lumpi erlitt vor fast acht Jahren eine Quetschung des Rückenmarks. Ist so ähnlich wie ein Bandscheibenvorfall, ist oft sehr schmerzhaft (auch bei Lumpi war es das), und wird normalerweise immer schlimmer – bis zur Lähmung. Mit den klassischen Therapien (Medikamente, Massagen usw. über mehrere Monate) konnten wir das Problem lindern, aber nicht lösen. Dann hat Frau Dr. Elsner unsere Lumpi mit einer Gold-Akupunktur behandelt. Ergebnis: Seither ist sie ohne Probleme und ohne Schmerzen. Lumpi ist mittlerweile fast 16, wohnt im 4. Stock (ohne Lift) und ist immer die erste oben an der Wohnungstür, so kann sie wieder rennen. Lumpi empfiehlt Gold. Viele andere unserer Goldhunde ebenso.
Hier unsere Erläuterungen- verbunden mit einer Einladung zur Beratung für Ihr einzelnes Tier:
Die Goldakupunktur ist eine Sonderform der Akupunktur. Dabei werden Feingoldstifte auf ausgewählte Akupunkturpunkte implantiert, oft tief im Gewebe. Die Goldstifte verbleiben dort lebenslang und bewirken eine erwünschte Dauerstimulation der jeweiligen Akupunkturpunkte. Regelmässig angewandte Akupunktur-Nachbehandlungen werden damit überflüssig.
Eine sorgfältige Anamnese und Diagnosestellung und nicht zuletzt eine präzise Auswahl der Akupunktur-Punkte sind dabei von höchster Wichtigkeit.
Vorgehen: Die Goldstifte werden – unter Bedingungen der strengen Keimfreiheit – mit speziellen Kanülen durch die Haut hindurch auf die Akupunturpunkte implantiert. Dabei entstehen keine zu versorgenden Wunden. Eine absolut ruhige Lagerung des Tieres ist erforderlich. Deshalb wird die Goldakupunktur nur am sedierten oder (kurz-)narkotisierten Tier durchgeführt. Unmittelbar nach der Behandlung prüfen wir den korrekten Sitz der Implantate durch eine Röntgenkontrolle.
Die Goldakupunktur hat viele Anwendungsmöglichkeiten. Ein Hauptfeld ist die Behandlung – und auch die Vorbeugung – von Gelenkserkrankungen beim Hund.
Die Goldakupunktur wird erfolgreich eingesetzt zur Arthrosevermeidung bei jüngeren Hunden mit Gelenksdeformationen; bei vielen Formen der Arthrose, wie etwa die Coxarthrose (Hüftarthrose bei HD); beim sog. Cauda-Equina-Syndrom; oder zum Beispiel bei chronisch-rezidivierenden Bandscheibenvorfällen (“Dackellähme”). In Einzelfällen werden auch nicht-orthopädische chronische Probleme wie die Epilepsie so behandelt. Die Goldakupunktur wird auch erfolgreich eingesetzt als Zusatztherapie nach Gelenkoperationen. Nicht angezeigt ist die Goldakupunktur bei akuten Arthritiden und akuten Bandscheibenvorfällen.
Arthrose bei Hund und Katze
Arthrose-Patienten stellen die grösste Gruppe der Goldempfänger dar. Deshalb hier einige Erläuterungen zum Thema Arthrose: Bei dieser Krankheit kommt es zu einem degenerativen und chronisch fortschreitenden Umbau (Deformation) eines oder mehrerer Gelenke. Die Ursachen sind oft vielfältig. Überbeanspruchung und Verschleiß, Fehlstellung der Gelenkanteile, aber auch Stoffwechselstörungen im Gelenkgewebe sind die häufigsten Ursachen für die Arthroseentstehung. Druck und Reibung im Gelenk verursachen oft erhebliche Schmerzen.
Arthrosen sind chronisch fortschreitend, eine vollkommene Heilung ist nicht möglich. Dieses anzuerkennen ist wichtig, um das Therapieziel realistisch und ehrlich zu bestimmen: Eine völlige Schmerzfreiheit bei voller Beweglichkeit ist immer wünschenswert, aber eben nicht immer zu erzielen. So ist bei weit fortgeschrittenen, schweren Arthrosen eine Schmerzminderung schon ein guter Erfolg – auch weil dann die Gaben von Schmerzmittel reduziert oder dem Patienten sogar ganz erspart werden können.
Um den bestmöglichen Erfolg zu erreichen, sollte die Goldakupunktur durchgeführt werden, bevor die Arthrose das betroffene Gelenk massiv verändert hat, und bevor Folgeschäden an anderen Gelenken sowie ein Abbau (Atrophie) von Muskulatur eingesetzt haben.
Bei jungen Hunden mit deformierten, aber noch nicht arthrotisch veränderten Gelenken hat die Goldakupunktur das Ziel, Schmerzen und primäre wie sekundäre Gelenksveränderungen zu vermeiden. Alte Hunde mit ausgeprägten Folgeerscheinungen einer schweren Arthrose werden auch nach Goldakupunktur kein normales (physiologisches) Bewegungsmuster mehr entwickeln können – aber ihre Lebensqualität bessert sich in der Regel erheblich.
Arthrosepatienten haben sich, manchmal über viele Jahre, eigene Bewegungsmuster angewöhnt, um dem Gelenkschmerz auszuweichen. Dadurch werden jedoch andere Gelenke überbelastet. Ist der Hund nach seiner “Vergoldung” schmerzfrei, wird er dennoch sein altes, gewohntes Bewegungsmuster beibehalten. Deswegen ist nach der Goldakupunktur oftmals ein Bewegungstraining sinnvoll: neue, freie und entlastende Bewegung wird so (wieder) erlernt.
Geeignete Knorpelunterstützende Substanzen (“Chondoprotektiva”) sollten in jedem Fall dem Futter beigegeben werden. Maßnahmen wie eine homöopathische oder Magnetfeldtherapie, Anabolika- oder Schmerzmittelgaben oder die klassische Nadelakupunktur können die Goldakupunktur mitunter hilfreich ergänzen.
<< zurück
